Projektstruktur

Kommunenwettbewerb Zukunftsstadt

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung einberufene Innovationsagenda „Zukunftsstadt“ dient der Entwicklung nachhaltiger Strategien für zukunftsfähige Städte. Schließlich „sind [es] die Städte, wo der Kampf um eine nachhaltige Entwicklung gewonnen oder verloren wird“, wie es ein beratendes Gremium der Vereinten Nationen folgerichtig zusammenfasste. Ziel des dreiphasigen Projektes ist es, ressortübergreifende sowie transdisziplinäre Lösungsansätze zu finden, die auf die demographische Entwicklung in Deutschland eingehen.

Zukunftsstadt Phase I - Juli 2015 - März 2016

Die Stadt Freiburg entwickelte gemeinsam mit Bürgerschaft, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine bedürfnisorientierte, zukunftsfähige und nachhaltige Vision 2030. Dabei wurden konkrete ressortübergreifende sowie transdisziplinäre Lösungsansätze entwickelt. Die Vision 2030 stellt dazu die 60 Freiburger Nachhaltigkeitsziele in den Vordergrund.

Zukunftsstadt Phase II - Januar 2017 - Juni 2018

Derzeit befindet sich die Stadt Freiburg in der zweiten Phase des Wettbewerbs. Ziel dieser Phase ist es, gemeinsam mit Bürgerschaft, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung ein Planungs- und Umsetzungskonzept zu entwerfen. Dabei werden Lösungsansätze in einem partizipativen Beteiligungsprozess weiterentwickelt und die Schwerpunktthemen „nachhaltige Energieversorgung“,  „neue Wirtschaftsformen“, „lokale Ernährung“ auf ihre Machbarkeit untersucht.

Zukunftsstadt Phase III - ab Herbst 2018

In der dritten Phase wird das entwickelte Planungskonzept in sogenannten Reallaboren/Stadtteilen gemeinsam mit den beteiligten Akteuren in die Umsetzung gebracht. Die ressortübergreifenden sowie transdisziplinären Lösungsansätze werden in den auszuwählenden Reallaboren/Stadtteilen erprobt und perspektivisch in ganz Freiburg anwendbar sein.

Kooperationspartner:

Zukunftsstadt Freiburg ist ein Kooperationsprojekt der Albert-Ludwigs-Universität, Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Fraunhofer Institut für Kurzzeitdynamik (EMI) und der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement, vereint unter dem Dach des Leistungszentrums Nachhaltigkeit.

 

 


Was sind Reallabore?

Reallabore sind eine neue Form der Vernetzung und Kooperation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie bauen auf problemorientiertem Zusammenarbeiten zwischen wissenschaftlichen Fächern – Interdisziplinarität – und eine intensive Partizipation mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung – Transdisziplinarität. Reallabore liefern einen experimentellen Rahmen („Labor“), um in ausgewählten Bereichen soziale Lernprozesse anzustoßen und vom Wissen zum Handeln zu kommen.

Wer ist und was macht die „Wissensmaklerin“?

Im Zukunftsstadt-Projekt ist Frau Dörte Peters, Mitarbeiterin an der Professur für Sustainability Governance der Universität Freiburg, als so genannte „Wissensmaklerin“ tätig. Als Wissensmaklerin vermittelt sie die aus den Beteiligungsforen und dem Zukunftsdialog eingebrachten zivilgesellschaftlichen Ideen an die Wissenschaft; gemeinsam mit Wissenschaft und Bürgerschaft untersucht sie, ob die eingebrachten Ideen umsetzbar sind, und sie begleitet schließlich die Fachforschung.