Meine Zukunftsstadt Freiburg...ist Pionier in Sachen gemeinwohlorientierte Wirtschaftsförderung!

12.04.2017

Herr Niklas Mischkowski beteiligt sich mit weiteren Mitgliederinnen und Mitgliedern der Lokalgruppe der Gemeinwohlökonomie an der Ausgestaltung des Projekts Zukunftsstadt und berichtet im Interview über die Ideen, die die Gruppe zur Mitgestaltung der Nachhaltigkeitspolitik verfolgt.

Herr Mischkowski, was ist das überhaupt, dieses Projekt Zukunftsstadt?

Für mich stellt das Projekt eine Chance dar, um die Zivilgesellschaft Freiburgs in den Nachhaltigkeitsprozess der Stadt zu integrieren, wodurch die Politik demokratischer ausgestaltet wird.

Haben Sie das Projekt im letzten Jahr wahrgenommen?

Ich bin durch die Arbeit mit der Lokalgruppe „Gemeinwohlökonomie“ auf das Projekt aufmerksam geworden. Die Stadtverwaltung, insbesondere das Nachhaltigkeitsmanagement, war unseren Ideen gegenüber aufgeschlossen, so dass sich hier ein Einstieg in den Prozess ergab.

Was motiviert Sie an dem Projekt Zukunftsstadt mitzuarbeiten?

Das Projekt Zukunftsstadt bietet die Möglichkeit, die Maßnahmen, die die Stadt für mehr Nachhaltigkeit in Freiburg ergreift, mitgestalten zu können.

Welche Erwartungen haben Sie an das Projekt Zukunftsstadt?

Das Wünschenswerteste wäre, dass am Ende ein oder zwei Vorschläge aus dem Themenbereich Gemeinwohlökonomie sichtbar werden.

Welches Thema ist für Sie bei der Gestaltung der Stadt von morgen besonders wichtig?

Der Nachhaltigkeitsbegriff ist stark mit dem Entwicklungsbegriff verbunden, der wiederum einen starken Fokus auf das Thema Wirtschaften beinhaltet. Daher stellt für mich das Thema „neue Wirtschaftsformen“ den Kernbereich des ganzen Nachhaltigkeitsprozesses dar, und liegt mir entsprechend am Herzen.

Welche konkreten Ideen haben Sie für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt?

Die Gemeinwohlökonomie verfolgt die Konzeptionierung eines alternativen Wirtschaftsmodells, bei welchem sozial sowie ökologisch förderliches Wirtschaften unterstützt werden soll, während Gegenteiliges sanktioniert wird. Konkret kann die Umsetzung so aussehen, dass die Stadt die Wettbewerbsregeln umformt, indem z.B. die Wirtschaftsförderung anhand der Gemeinwohlbilanzierung ihre Förderprogramme ausrichtet.

Was können Sie persönlich dazu beitragen?

Als einzelner Bürger kann man relativ wenig tun. Man sollte sich vernetzen, in engagierte Gruppen eintreten und dann gemeinsam sichtbar werden.

Wie sieht für Sie eine nachhaltige Zukunft der Stadt Freiburg aus? Abschlussstatement: Freiburg im Jahr 2030 ist für mich …

…der Pionier in Sachen gemeinwohlorientierte Wirtschaftsförderung.

Was möchten Sie uns noch abschließend mit auf den Weg geben?

Viel Erfolg! Mut zur Avantgarde! Freiburg sollte sich ruhig einen größeren Wurf zutrauen. Wir brauchen insgesamt mehr Mut auch mal etwas Neues auszuprobieren, was vielleicht unkonventionell sein mag und bei dem man riskiert auf negative Resonanz zu stoßen. Ausprobieren und Offensein für Neues ist ziemlich wichtig!

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